Tiere im Lainzer Tiergarten

Als Naturschutzgebiet sind im Lainzer Tiergarten auch seltene Tierarten anzutreffen. Vor allem die mächtigen Bäume des Tiergartens sind ein wesentlicher Lebensraum für viele Tiere - egal, ob die Bäume noch leben oder schon abgestorben sind, ob sie stehen oder liegen.

Vögel: Besonders vielfältig ist die Vogelwelt des Lainzer Tiergartens über 94 verschiedene Arten sind hier zu finden. Zahlreiche Greifvogelarten leben im Tiergarten, daneben sind auch selten gewordene Vögel wie der Weißrückenspecht, der Zwerg- und Halsbandschnäpper, sowie die Hohltaube, der Waldkauz und der Schwarzspecht anzutreffen.

Reptilien und Amphibien: In den vielfältigen Teichen, Tümpeln, Wiesen und Gräben leben 15 Reptilien und Amphibienarten; besonders hervorzuheben sind dabei Gelbbauchunke, Feuersalamander, Bergmolch, Alpen-Kammmolch sowie Europäischer Laubfrosch.

Insekten: Im Totholz und auf den Wiesen des Lainzer Tiergartens findet sich eine bemerkenswerte Artenvielfalt. Zahlreiche Insektenarten, verschiedene Heuschrecken sowie eine große Anzahl an Schmetterlingen prägen dieses wertvolle Ökosystem. Besonders hervorzuheben sind der Hirschkäfer sowie Vertreter der Bockkäfer, darunter der Eichenbock und der Alpenbock.

Säugetiere: Im Lainzer Tiergarten sind zahlreiche große und kleine Säugetierarten beheimatet. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt der Fledermäuse: Im Jahr 2014 konnten insgesamt 18 Arten nachgewiesen werden, darunter die Wasserfledermaus, die Große Bartfledermaus sowie der Kleine Abendsegler. Dieses Ergebnis unterstreicht die hohe ökologische Bedeutung des Gebiets.

Wildtiere: Der Lainzer Tiergarten zählt zu den ältesten Tierparks Europas und beherbergt seit Jahrhunderten einen artenreichen Bestand an heimischen Wildtieren. Weite Waldflächen und naturnahe Lebensräume bieten zahlreichen Tierarten ideale Bedingungen.

  • Wildschweine leben in sozialen Gruppen und sind Allesfresser. Charakteristisch sind ihr dunkles, borstiges Haarkleid sowie die gebogenen Eckzähne der männlichen Tiere (Keiler). Besonders im Frühjahr ist Vorsicht geboten: Bachen (weiblichen Tiere) können ihre Frischlinge sehr energisch verteidigen.
  • Rehe sind an ihrem rotbraunen Sommer- und graubraunen Winterfell gut zu erkennen. Die Jungtiere tragen ein weiß gepunktetes Fell. Je nach Jahreszeit leben Rehe einzeln, in Familienverbänden oder in kleinen Gruppen und bevorzugen strukturreiche Landschaften mit Wald, Wiesen und Gebüschen.
  • Feldhasen bewohnen offene Landschaften, Waldränder und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Ihr braun gesprenkeltes Fell und die schwarzen Ohrspitzen sind typische Merkmale. Bei Gefahr vertrauen sie auf ihre Schnelligkeit. Die mehrmals jährlich geborenen Jungtiere sind Nestflüchter und sollten keinesfalls berührt oder mitgenommen werden.